Chronik II

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Chronik des Frauen- und Mädchenfußballs beim FSV Weiler zum Stein

Im August 1969 bestritt eine Frauenmannschaft - damals noch unter dem TSV Weiler zum Stein - ein Freundschaftsspiel gegen den TSV Affalterbach. Kurz danach löste sich die Fuß-ballabteilung des TSV Weiler zum Stein auf. Es wurde ein eigenständiger Verein, der FSV Weiler zum Stein, gegründet. Erster Trainer der Frauenmannschaft war Josef Baumstark.

Im Frühjahr 1971 trafen sich im damaligen Vereinszimmer in der Weilermer Halle Vertreter aus acht Vereinen, um über die Bildung einer Punkterunde zu beraten. Die Vereinsvertreter kamen aus den Kreisen Stuttgart, Ludwigsburg, Backnang und Waiblingen.

Durch regen Zulauf an fußballinteressierte Frauen konnte 1972 eine zweite Frauenmannschaft gemeldet werden. Wilfried Wolf zeichnete als Trainer und Marianne Zeich als Abteilungsleiterin verantwortlich.

Neben dem TSV Ruppertshofen gründete man als Verein der ersten Stunde 1974 innerhalb des Württembergischen Fußballverbandes eine Mädchenmannschaft. Dieser Schritt galt für viele Vereine als Signal, ebenfalls Mädchenmannschaften zu gründen.

1975 sicherte man sich in zwei Endspielen gegen den TV Kemnat die Bezirkspokalmeisterschaft.

Mangels Unterstützung aus dem Verein musste 1976 die zweite Frauenmannschaft wieder abgemeldet werden.

Aus den gleichen Gründen wurde 1977 die Mädchenmannschaft aufgelöst.

Mit Ramon Kruse als Trainer und Claus Ullrich als Spielleiter, löste man 1980 Wilfried Wolf und Marianne Zeich ab. Zudem konnte wieder eine Mädchenmannschaft gebildet werden.

1982 wurde man erstmals Bezirksmeister.

Leider erfolgte 1983 die erneute Auflösung der Mädchenmannschaft, da die Spielerinnen größtenteils in den Frauenbereich wanderten und es an Nachwuchs mangelte.

1984 und 1985 wurde man erneut Bezirksmeister. Als Trainer zeichneten damals vor allem Thomas Freudensprung und Rolf Trautwein verantwortlich.

In den Folgejahren 1986 bis 1989 lief ein konstanter Spielbetrieb unter den Trainern Ramon Kruse und Eberhard Schäfer. Verstärkt ging man jetzt auch Schulen zu um für den Mädchen-fußballsport zu werben. Eigens dazu wurden mehrere Unterrichtsstunden abgehalten.

Turbulent verlief das Jahr 1990. Wegen Spielerinnenmangel bildete man mit dem FC Win-nenden (heute SV Winnenden) eine Spielgemeinschaft. Daneben gelang es zwei Mädchen-mannschaften aus dem Boden zu stampfen. Das erste eigene Turnier, der „FSV Mädchen-Cup„ wird ausgetragen.

Die Spielgemeinschaft bei den Frauen wird bereits 1991 wieder beendet, nachdem ein Groß-teil der Spielerinnen aus Winnenden zum FSV wechselten.

Erstmals begab man sich 1993 auf große Fahrt, als man mit der Frauenmannschaft und den B-Juniorinnen an einem internationalen Turnier in Silkeborg/Dänemark teilnahm. Es sollten in der Zukunft weitere zahlreiche Auslandsturniere wie Maastricht oder Roosendahl (beide Hol-land), Paris/Frankreich, Bregenz/Österreich oder Reggio Emilia/Italien folgen.

Der mittlerweile längst zur Tradition gewordene FSV Mädchen-Cup erfreut sich mittlerweile großer Popularität. 1996 nehmen mit dem FC Bayern München, Sportclub Freiburg, SpVgg Unterhaching, 1. FC Union Berlin, FSV Frankfurt, VfL Sindelfingen, Vienna Wien, FC Zü-rich-Villmergen, BSC Roosendahl und einem Auswahlteam der American High School Spit-zenteams aus der Bundesliga, der Schweiz, Österreich und Holland teil.

Ein Jahr voller Höhepunkte war 2000 zu verzeichnen. Nachdem einige Spielerinnen aus hö-herklassigen Vereinen zum FSV kamen, wurde Frauenmannschaft Bezirksmeister und setzte sich in den Aufstiegsspielen zur Landesliga gegen ihre Kontrahenten durch. Ferner wurde man überlegen Bezirkspokalsieger und Hallenbezirksmeister. Bei den Württembergischen Hallenmeisterschaften belegte man den 6. Platz.

2003 dann der jähe Absturz als man aus der Landesliga abstieg. Einziger unvergessener Höhepunkt in der ansonsten für die Frauen so trostlosen Saison war im April 2003 das Spiel gegen den 1. FFC Frankfurt um Steffi Jones, dem damaligen amtierenden Deutschen Meister und Europapokalsieger. Ein Höhepunkt gab es aber im Mädchenfußball zu verzeichnen. Un-sere B-Mädchen folgten einer Einladung des Partnerrayons Dmitrow/russische Föderation. Ein unvergessliches Erlebnis. Diese Partnerschaft mit jungen russischen Sportlerinnen aus Dmitrow wurde seitdem kontinuierlich ausgebaut.

Die Folgejahre bis 2006 waren im Frauenfußball geprägt von Tristesse. Nach der Saison 2005/2006 musste die Frauenmannschaft abgemeldet werden.

2007 und 2008 konnte man im Mädchenbereich einige Erfolge aufweisen. Ende 2008 setzten sich die Verantwortlichen des Frauen- und Mädchenfußballs zusammen um über die Neugründung einer Frauenmannschaft zu beraten.

Neugründung des Frauenfußballs 2009 geglückt. Patrick Künzer als „Frontmann„ und andere Mitstreiter waren in Ihren Bemühungen erfolgreich. In der Saison 2009/2010 konnte wieder eine Frauenmannschaft an den Start gehen. Frühere ehemalige Spielerinnen, aber auch Spie-lerinnen aus anderen Vereinen trafen zusammen um beim Neustart dabei zu sein. Patrick Künzer als Abteilungsleiter und Hans Wist und Jochen Kogel als Trainer zeichneten verantwortlich.

In der Saison 2009/2010 gelang dann sogleich der Aufstieg aus der Bezirksliga in die Regionenliga.

Für die Saison 2010/2011 konnte neben der ersten Mannschaft eine zweite Frauenmannschaft gemeldet werden.